Aschermittwoch in Deutschland

Aschermittwoch 2018

DatumJahrNameWochentagKW
14. Februar2018AschermittwochMittwoch07
06. März2019AschermittwochMittwoch10
26. Februar2020AschermittwochMittwoch09
17. Februar2021AschermittwochMittwoch07
02. März2022AschermittwochMittwoch09

Aschermittwoch - Beginn der christlichen Fastenzeit: Mit dem Aschermittwoch beginnt die christliche Fasten- und Passionszeit, als 40-tägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest, mit dem die Christen die Auferstehung von Jesus feiern.

In der katholischen Konfession ist der Aschermittwoch neben dem Karfreitag der einzige vorgeschriebene strenge Fasttag. Das bedeutet, an diesem Tag soll sich der Gläubige gemäß der kirchlichen Bußpraxis nur einmal satt essen und auf Fleischspeisen verzichten. Im Unterschied zu den beiden strengen Fastentagen soll der Gläubige an einfachen Fastentagen ein persönliches Opfer seiner Wahl erbringen.

Mit Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch werden also die gläubigen Christen dazu aufgerufen, sich in Verzicht zu üben und ihren Lebensstil zu mäßigen. Dieser Verzicht kann nach Kultur und individuellen Vorlieben sehr unterschiedlich aussehen. Bei einigen kann es sich traditionell im Verzicht auf Essen oder bestimmte Speisen äußern, bei anderen kann es jedoch auch der Verzicht anderer Art, insbesondere Verzicht auf Luxus, sein, wie z. B. der Verzicht, dass Handy oder das Auto zu nutzen, oder aber keine Süßigkeiten zu essen, keine Computerspiele zu spielen, kein Fernsehen zu schauen usw..

Ergänzend zum Fastenopfer soll die Fastenzeit als Zeit der Besinnung (Meditation) und Ruhe auch zur Vertiefung des Glaubens dienen. In diesem Sinne erinnert die Fastenzeit an die 40 Tage, die Jesus betend und fastend in der Wüste verbracht hat. Tatsächlich dauert die Fastenzeit jedoch von Aschermittwoch bis Karsamstag heute 46 Tage was darauf zurückzuführen ist, dass der Sonntag als Tag des Herrn, jeweils kein Fasttag ist und daher nicht mitgezählt wird. Aus diesem Grund ist auch der Aschermittwoch kein Datumsgebundener Feiertag, wie z. B. Weihnachten am 25. Dezember, sondern ein an die Bezeichnung des Wochentages gebundener Feiertag.

Seit dem 11. Jahrhundert wurde die Tradition übermittelt, dass den Gläubigen am Aschermittwoch im Gottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet wurde. Damit sollte der gläubige Christ daran erinnert werden, dass in dieser Welt alles - sowohl das Leben selbst, wie auch Güter und Besitz - vergänglich ist und irgendwann wieder zu Staub zerfällt. Seit der Reformation innerhalb der katholischen Kirche, mit der sich seit Mitte des 16. Jahrhunderts auch die anderen christlichen Konfessionen etabliert haben, wird die Austeilung des Aschekreuzes von vielen christlichen Gemeinschaften nicht mehr praktiziert, auch wenn diese Tradition dem Feiertag weiterhin seinen Namen gibt. In der katholischen Tradition ist die Symbolik, dem Gläubigen am Aschermittwoch in einem besonderen Bußgottesdienst ein Aschekreuz auf die Stirn zu zeichnen, bis heute erhalten.

Tatsächlich ist die Symbolik von Asche als Zeichen des Leidens, der Trauer oder der Buße und des Verzichtes jedoch älter als das Christentum. Bereits in den alttestamentlichen Schriften der Bibel wird die Verwendung von Asche als Zeichen der Buße mehrfach erwähnt (siehe z. B. Jona 3, 6) und wurde von je her als Symbol für Buße auch in den neutestamentlichen Schriften verwendet (siehe z. B. Matthäus 11, 21). Damit reiht sich die Tradition des Aschermittwochs, als Aufruf zur Buße und Umkehr, in eine seit Menschengedenken dokumentierte Tradition ein, sich der eigenen Vergänglichkeit und Unvollkommenheit bewusst zu werden, dafür Buße zu tun, sich zu erneuern und nach dem Guten zu streben.