Frühlingsanfang in Deutschland

DatumJahrWochentagKW
20. März2018Dienstag12

 Nicht vergessen! Am 20. März 2020 ist Frühlingsanfang.

Der sogenannte astronomische Frühlingsanfang findet auf der nördlichen Erdhalbkugel zwischen dem 19. und dem 21. März statt. Wie kommt es zu solchen Veränderungen?

Bei uns ist es immer der Tag der ersten Tag-und-Nacht-Gleiche im Kalenderjahr. Dieses Datum variiert jedoch aufgrund der Veränderungen am Himmelsäquator. Und dieser ist wie auch der Neigungswinkel zur Erde schräg, weshalb es im gültigen Gregorianischen Kalender und in Beziehung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zu Uhrzeit- und Datumsunterschieden kommt. Auch der Abstand zu einem Schaltjahr spielt eine wesentliche Rolle. Nur Wenige können diese Faktoren zur Eigenberechnung heranziehen, weitaus einfacher ist es, das Datum in den Kalendern nachzuschlagen. Interessant ist es jedoch zu wissen, dass es den 19.März nur ganz selten trifft: Nämlich das letzte Mal im Jahre 1796 und das nächste Mal erst wieder im Jahr 2048. Bis zum Jahr 2024 haben wir den 20. März als Frühlingsbeginn, danach kommt der 21.März wieder öfter vor.

Mit dem 21. März beginnt auch das astrologische Jahr mit dem Sternzeichen Widder(21.3.-20.4.). Das astrologische Jahr besteht dabei aus 12 Sternbildern auf der Ekliptik, die ca. unserer Monatseinteilung im Jahr entsprechen. Astrologisch gesehen handelt es sich also um den eigentlichen Jahresbeginn.

Darüberhinaus gilt der Frühling Vielen als die beliebteste Jahreszeit, weil nach dem dunklen Winter die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht und sich die ersten Frühlingsboten zeigen. Das Nahrungsangebot für die Tiere nimmt zu, die Blätter an den Laubbäumen entfalten sich, ein Blütenmeer breitet sich aus, Zugvögel kehren zurück und die Menschen entwickeln beizeiten ihre sogenannten Frühlingsgefühle. Alle diese Beobachtungen können anhand genauer Messungen beschrieben werden, die Phänologie hat sich hier als dazugehörige Wissenschaft etabliert. Aber auch dieser phänologische Frühlingsanfang lässt sich nicht auf ein wirklich festes Datum festgelegen, da sich Klima, Wetter und bestimmte geografische Lagen nicht exakt an meteorologische Vorgaben halten. Für die Agrarwirtschaft und den Gartenbau jedoch ist der tatsächliche Frühlingsbeginn ein entscheidender Faktor. Zu frühe Pflanztermine, die oft von Nachtfrösten begleitet werden, können einen Ernteausfall zur Folge haben und damit ganze Existenzen ruinieren.

So ist es kein Wunder, dass man in ländlichen Regionen allerhand Bräuche entwickelt hat, um den Frühling zu begrüßen. Oft werden diese Bräuche aber heute dem Osterfest zugeschrieben. Im christlich geprägten Mitteleuropa gilt Ostern heutzutage als das Fest des Frühlings schlechthin und hat damit die germanischen Wurzeln der Gottheit Ostara mit ihrem Fruchtbarkeitssymbol (dem Ei) integriert.

Es gibt viele Kulturen und Religionen, die den Beginn des Frühlings mit einem Fest ganz besonderer Art willkommen heißen möchten. Vorhandenes Brauchtum wird dabei oft übernommen oder ganz neu interpretiert. Dem regional sehr unterschiedlichen Angebot an Frühlingsfesten als ursprüngliche Frühlingsbegrüßungsfeiern sind dabei fast keine Grenzen gesetzt.